Feuerwehrseniorentag des Kreisfeuerwehrverbandes

 Unterhalb des mächtigen „Monte Kali“ im Heringer Stadtteil Widdershausen, im Kalirevier an der Werra, versammelten sich die Feuerwehr Mitglieder der Ehren-und Altersabteilungen aus den Gemeinden Heringen, Hohenroda, Philippsthal, Friedewald und Schenklengsfeld. Sie waren vom Kreisfeuerwehrverband Hersfeld-Rotenburg e.V. in das Dorfgemeinschaftshaus zum traditionellen Seniorentag eingeladen worden. Dabei ergab sich für viele die Gelegenheit mal wieder Erinnerungen aus längst vergangener Zeit auszutauschen und ein paar gemütliche Stunden mit Gleichgesinnten zu verbringen. Um das leibliche Wohl kümmerten sich die Feuerwehrleute aus Heringen und Widdershausen und servierten Kaffee, Kuchen und belegte Brote für den großen und kleinen Hunger.

Zu Beginn der Veranstaltung gedachten die ca. 70 Anwesenden in einer stillen Minute den zwei Feuerwehrkameraden, die beim Einsatz der großen Brandkatastrophe in Ludwigshafen ums Leben kamen.

Als Gäste konnte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Thomas Daube, den Kreisbeigeordneten Alfred Rost, den Heringer Bürgermeister Daniel Iliev und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar begrüßen.

Viele Staaten neidisch auf den deutschen Brandschutz

In ihren Grußworten würdigten die Gäste die Verdienste der „Alten Kameraden“, die sie sich um den Aufbau und den Erhalt des ehrenamtlichen Brandschutzes in ihren Heimatgemeinden erworben haben.

Wie Kreisbeigeordneter Alfred Rost ausführte, schauen viele Staaten voller Neid auf den in Deutschland vorbildlich organisierten Brandschutz und die vielen ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute in den freiwilligen Feuerwehren.

Heringens Bürgermeister Daniel Iliev sagte, „er sei stolz auf die Feuerwehrleute, nicht nur in seiner Heimatkommune, sondern auf alle freiwilligen Brandschützer, die zu jeder Tages und Nachtzeit ihre Frau oder ihren Mann stehen, um dem Nächsten Hilfe in allen Notlagen zu leisten. Davor habe er allerhöchsten Respekt“.

Auch Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar zollte den Kameraden in den Ehren-und Altersabteilungen, als nicht mehr Aktive, allerhöchsten Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit in den Jahren ihres Wirkens für den Brandschutz.

Heinrich Schmidt mit 100 Jahren ältester Teilnehmer

Schon zur Tradition bei diesen Feuerwehrseniorentreffen ist die Ehrung der beiden ältesten Teilnehmer. Diesmal wurde mit Heinrich Schmidt aus Widdershausen, der am 19. Dezember 2016 seinen 100. Geburtstag feiern wird, der mit Abstand älteste Kamerad ermittelt. Trotz seiner fast 100 Lenze hatte er es sich nehmen lassen, an der Zusammenkunft mit dabei zu sein. Heinrich Schmidt war in seiner aktiven Zeit 12 Jahre Ortsbrandmeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Widdershausen und hatte maßgeblichen Anteil beim Aufbau des ehrenamtlichen Brandschutzes.

Als zweiter wurde der 86-jährige Helmut Wehner aus dem Stadtteil Lengers von Thomas Daube ermittelt. Er stand 10 Jahre als Wehrführer an der Spitze der Wehr Lengers und baute den Brandschutz in seiner Heimatgemeinde kontinuierlich weiter aus. Beiden dankte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Thomas Daube für ihren langjährigen und ehrenamtlichen Dienst in ihrer aktiven Zeit und überreichte jedem eine Flasche Wein.
Zwischendurch sorgte die Showtanzgruppe aus Wildeck-Hönebach mit ihren tollen Tanzeinlagen bei manch einem im Saal für leuchtende Augen, denn so was bekommt man nicht alle Tage geboten. (Gerhard Manns)

 

Fotos: Gerhard Manns